Corona: Eifert unterstützt Schwerpunktpraxis

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Mit einer Corona-Schwerpunktpraxis hat Anfang April ein großer Teil der Gießener Hausärzte unter der Federführung des Hausärztevereins GNGH (Gesundheitsnetz Giessener Hausärzte) in Erwartung einer großen Anzahl an COVID-19 erkrankter Patienten für den gesamten Landkreis ein leistungsstarkes Versorgungszentrum eingerichtet.
Die Eifert Datensysteme GmbH & Co KG hat sich mit der kostenfreien Bereitstellung von IT Hard- und Software an der Aktion als Sponsor beteiligt.

Gegenwärtig (Anfang Mai) werden hier dank der rückläufigen Infektionszahlen täglich 10 bis 15 Patienten mit Symptomen einer möglichen oder bereits nachgewiesenen COVID-Erkrankung untersucht und behandelt. Alle Patienten mit typischen Symptomen wie Fieber, Halsschmerz und oder Husten, Kopfschmerz, Verlust des Geruchsinns u.a. können von den Hausärzten direkt zur Rachenabstrichentnahme und Diagnostik einschließlich Blutabnahme, körperlicher Untersuchung, EKG, Lungenfunktion, Ultraschall von Herz und Lunge telefonisch angemeldet werden und müssen nicht in die Hausarztpraxis kommen.
Dadurch werden die Arztpraxen sehr stark entlastet. Sie werden vor dem Infektionsrisiko für das Praxispersonal, der entsprechenden gesundheitlichen Gefährdung und der dadurch auch drohenden vorübergehenden Schließung durch das Gesundheitsamt bewahrt. In der Corona-Schwerpunktpraxis ist genügend Schutzausrüstung vorhanden, so dass die Versorgungsprobleme mit Atemschutzmasken, Schutzanzügen, Visieren, Desinfektionsmitteln etc. für die Niedergelassenen Kollegen in ihren Praxen abgemildert und die knappen Ressourcen sparsam eingesetzt werden können.
Derzeit bieten die anwesenden Teams aus 1 bis 2 meist studentischen oder ehrenamtlichen Helfern und 1 bis 2 Ärztinnen/Ärzten einer möglichen Zahl von ca 24 bis 30 Patienten zwischen 9 und 13 Uhr die beschriebene Versorgung. Das Konzept der Corona-Schwerpunktpraxis sieht aber für den Fall drohender Überlastung der stationären Versorgungssektoren eine sofortige Anpassung der Kapazitäten und dann die Versorgung von 160 bis 240 Patienten und (vorausgesetzt es finden sich genügend Helfer) im Ernstfall bis zu ca 500 Patienten pro Tag vor. Dabei kann zusätzlich zur Diagnostik auch Basistherapie wie Infusionen, Antibiotikagabe, oder Überwachung im Sinne einer Fieberambulanz erfolgen.

Nähere Informationen: zur Homepage der Corona-Schwerpunktpraxis